Bikepacking Route des Grandes Alpes Genf Nizza

Einmal mit dem Rad über die Alpen – ein Traum vieler Radsportfans. Das äquivalent Einmal mit dem Rad über die Alpen – ein Traum vieler Radsportfans. Das Äquivalent zum klassischen Alpencross mit dem MTB ist bestimmt die Überquerung der Alpen von Genf nach Nizza auf der Route des Grandes Alpes mit dem Rennrad. Die originale Route von Thonon-Le-Bains nach Menton nahe der italienischen Grenze ist 685 Kilometer lang und führt über 21 Pässe. Je nach Wunsch, Lust und Laune, lässt sich die Route aber beliebig ändern und der eine oder andere Abstecher hinzufügen. Auf unserer Route des Grandes Alpes sind wir zum Beispiel in Genf gestartet, haben unterwegs noch Alpe d’Huez mitgenommen und haben die legendäre Cime de la Bonette befahren, bevor wir über den Col de Turini nach Nizza gefahren sind. In diesem Beitrag findet ihr die Route, sowie einige Tipps.

Route des Grandes Alpes mit dem Rad: die Route

Die Gesamtlänge der original Route des Grandes Alpes erstreckt sich über 685 km und lässt sich je nach Zeit, Kondition und Wunsch in einzelne Etappen aufteilen. Dabei sind meist die Anzahl der Pässe ausschlaggebend, die man in einem Tag fahren möchte. Da wir Gepäck dabei hatten und man dadurch automatisch langsamer ist, haben wir ca. 90 – 130 km und zwischen 2000 und 2500 Höhenmeter eingeplant. Und wir haben unsere Route etwas abgewandelt, sodass es am Ende 8 Etappen mit insgesamt 803 km und 17500 Höhenmetern waren. Die detaillierte Route findet ihr in dieser komoot collection

Tipps für ein Bikepacking von Genf nach Nizza

  • Rad: Gravelbike oder Endurance Rennrad mit 28 – 30 mm Strassenreifen
  • Schuhe: Bequeme MTB Schuhe mit Shimano SPD Pedalen, damit kann man auch besser laufen
  • Packtaschen: ich hatte 3 Packtaschen dabei: eine 14 l Saddle Pack, eine 1 l Toptube bag und eine 14 l Handlebar bag von Apidura. Ich empfehle hier die wasserdichte Expedition Serie.
  • Unterkünfte: Übernachtet haben wir in kleinen Hotels und Pensionen. Wir sind im Juni ausserhalb der Ferien gefahren und haben jeweils am gleichen Tag im Zielort die Unterkünfte gebucht indem wir direkt zu den Hotels gefahren sind
  • Wäsche: in Frankreich gibt es vor nahezu jedem grossen Supermarkt SB Waschmaschinen und Trockner, sonst einfach nach „Lavanderie“ googeln. Manche Hotels sind auch auf Radfahrer ausgerichtet und waschen Trikots, Bibs, Socken etc. gerne.
  • Zeit: plant auf jeden Fall 1-2 Tage zusätzliche Tage ein. Ggf. ist das Wetter schlecht, oder ihr möchtet einen Tag Ruhepause machen oder z.B einen kleinen Abstecher (wir sind an einem Tag noch nach Alpe d’Huez gefahren.
  • Nicht vergessen: Regenausrüstung: Velotoze bzw. wasserdichte Überschuhe, Regenhose, Regenjacke dürfen genauso wenig fehlen wir eine leichte und warme Primaloft-Jacke, da es auf den Pässen manchmal sehr kalt sein.
  • An- und Abreise: Die Anreise erfolgte bequem mit der SBB von der Ostschweiz nach Genf. Von dort sind wir nach Thonon-Les-Bains gefahren; die Rückreise gestaltete sich etwas schwieriger. Die Züge nehmen zwar teilweise Fahrräder mit, doch muss man in Frankreich rechtzeitig Zugtickets kaufen und auch für die Räder einen Platz reservieren. Da alles ausgebucht war, haben wir uns am Ende für eine Mietwagen von Nizza nach Basel-Mulhouse entschieden und konnten dann die restliche Strecke mit dem Zug von Basel zurück in die Ostschweiz nehmen.

  1. Eine Alternative, d.h. ein alternativer Einstieg ist über Turin (z.b. mit dem Zug und dem Fahrrad nach Turin), und dann Cuneo und den „Col di/de Lombarde“ – so hat man etwas mehr Abwechslung (erstens Italien, zweitens nicht zwei mal Genf) und einen weiteren schönen Pass. Und Kunstinteressierte sollten unbedingt in St. Paul de Vence die Fondation Maeght besuchen (siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Fondation_Maeght). Auf der Rückfahrt kann man/frau dann vom Mittelmeer weg starten, über den Col und den Cime de la Bonette (da merkt man/frau dann die Höhenmeter direkt – so vom Meeresniveau weg auf den höchsten mit dem Rennrad anfahrbaren Punkt der Alpen 😉

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